Design-Sprint: Von einer Idee zum Prototyp

Simon HuberVon Simon Huber / 06.04.18
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Minimieren Sie Risiken, sparen Sie Geld und seien Sie sich bereits nach fünf Tagen gewiss, ob Sie Ihre Idee weiterverfolgen wollen.

Sie haben eine tolle Idee: Eine innovative App, eine Plattform oder eine Lösung, die anderen das Leben einfacher machen soll. Vermutlich haben Sie sich ebenfalls bereits Gedanken darüber gemacht, wie Sie diese Idee monetarisieren können. Doch wie weiter? Sie fragen sich: «Soll ich es wag en, in diese Idee zu investieren?», «Funktioniert Sie?», «Kann ich mir die Umsetzung leisten?» oder «Wie schnell wäre das Projekt realisierbar?». Um ihnen bei diesen Fragen weiter zu helfen, bieten wir in unserem Prototyping Lab die Planung und Durchführung von Design-Sprints an.

Was ist ein Design-Sprint?

Anfänglich ist die Bezeichnung «Design-Sprint» etwas irreführend. Denn mit Design ist nicht etwa das Aussehen des Produktes gemeint, sondern der Entwurf (engl. design). Der Begriff «Sprint» kommt aus der agilen Arbeitsweise, wo in kurzen Zeitfenstern iterativ immer wieder ein Resultat erarbeitet wird. Der Design-Sprint bietet einen Rahmen, kritische Geschäftsfragen durch Entwürfe, Prototypen und das Testen von Ideen mit Benutzern zu beantworten. Design-Sprints sind übrigens eine Erfindung von Google Ventures (GV) und werden dort zur Risikominimierung von Investitionen in Startups verwendet.

Die Vorteile eines Design-Sprints

Die herkömmliche Vorgehensweise ist, eine Idee umzusetzen; ein Produkt zu lancieren. Nach der Lancierung (Go-Live) wurden erste Erfahrungen aus dem Benutzerverhalten gemacht und das Produkt wurde nach und nach verbessert. Dies ist mit einem grossen Risiko verbunden, da man am Anfang nie weiss, ob man die richtigen Entscheidungen trifft. Der Design-Sprint bietet Ihnen eine Abkürzung: Mit Hilfe von schnellen Prototypen kann – ohne dass das Produkt umgesetzt und zu lanciert zu werden – mit Tests belegt werden, ob Ihre Idee bei Kunden ankommt. Somit sparen Sie Geld und Zeit und sind mit dem richtigen Produkt früher auf dem Markt.

Wie funktionieren Design-Sprints

Die Stärke liegt unter anderem auch an der Zusammenarbeit. Sie als Kunde sind Experte Ihrer Idee und bringen Ihre persönlichen Vorstellungen mit. Wir können mit unserem Team Wissen in technischer Umsetzbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und wirtschaftliche Erfahrung aus anderen Projekten abdecken. Legen wir diese Stärken zusammen, erarbeiten wir gemeinsam gute und ausgereifte Lösungen. Ein Design-Sprint umfasst folgende fünf Phasen:

1. Verstehen («Understand»)

Indem Sie uns Ihre Idee vorstellen, erarbeiten wir ein gemeinsames Verständnis. Zusammen betrachten wir die Business-Idee aus allen Blickwinkeln, stellen relevante Fragen für die Umsetzung. Wir erarbeiten einen kritischen Pfad: Welche Schritte sind dringend notwendig, damit die Idee funktioniert? Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass in dieser Phase die Idee ausreift, weil durch unterschiedliche Rollen viele neue, noch nicht vorhandene Fragen gestellt werden.

2. Divergieren («Sketch» / «Diverge»)

In der zweiten Phase sammeln wir möglichst viele Ideen und Lösungsansätze. Es hat sich bewährt, zuerst individuell zu brainstormen und Ideen zu sammeln. Danach «hangeln» wir uns Schritt für Schritt durch die Applikation, brainstormen, wie die Lösung aussehen könnte. Falls mehrere Lösungen gefunden werden, ist das umso besser, da dann die beste für Sie ausgewählt werden kann.

3. Zusammenführen («Decide» / «Converge»)

In dieser Phase einigen wir uns auf eine Version des Prototyps die im nächsten Schritt umgesetzt wird. Verschiedene Lösungswege werden zusammengeführt. Dadurch werden verschiedene Varianten eines Produktes sichtbar. Weil wir intensiv über Lösungsansätze diskutieren und kritisch hinterfragen können, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie die richtige Entscheidung treffen.

4. Prototype

Die Entscheidungen aus der vorherigen Phase werden nun von uns «prototyped». Wir arbeiten mit Click-Dummies; klickbaren Grafiken. Knöpfe und Aktionen sind mit einer nächsten Grafik verbunden, sodass der Workflow durchgespielt werden kann. Dieser Prototyp kann in der nächsten Phase potentiellen Kunden vorgelegt werden, um Workflow, Benutzbarkeit oder andere Aspekte der Idee zu überprüfen.

5. Testen («Validate» / «Testing»)

Sie können nun den Prototypen ihren Endkunden vorlegen: Noch bevor wir überhaupt mit der Umsetzung begonnen haben, können wir erste Erfahrungen sammeln: Mögen die Endkunden Ihre Lösung? Wie reagieren Sie auf die Benutzung? Sind Benutzer bereit, die Daten anzugeben, welche sie von Ihnen fordern? Durch blosses «Zusehen, wie ein Kunde das Produkt benutzen würde», können wir bereits in dieser Phase Verbesserungen vornehmen.

Fazit

Kurz gefasst haben Sie folgende Vorteile:

  • Sie sparen Geld: Weil die Erfahrungen mit einem Prototyp gemacht werden, sparen wir doppelt. Einerseits, weil beim Prototypen einige Aspekte der aufwendigen Umsetzung wegfallen (Design, Fehlerbehandlung, Gedanken zur Software-Architektur, Algorithmen oder automatisierte Tests), andererseits, weil wir uns bei der Umsetzung doppelte Arbeit ersparen und direkt das Richtige umsetzen.
  • Sie vermeiden Risiken: Sie müssen nicht eine grosse Menge Geld in die Hand nehmen, um herauszufinden, ob ihre Idee bei den Endkunden Anklang findet. Nach unserem gemeinsamen Design-Sprint haben Sie Fakten.
  • Sie sparen Zeit: Sie sind schneller mit dem richtigen Produkt am Markt, weil sie nicht auf die Umsetzung warten müssen, bis sie Erfahrungen mit Endkunden machen können.

Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns: Wir führen gerne einen Design-Sprint mit Ihnen durch.

Quellen:

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