Alessandro RodiVon Alessandro Rodi / 12.01.22
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Der Mugshot Bot generiert automatisch schöne Vorschauen von Links, wenn sie in Blogs, Social Media oder in Messaging-Apps geteilt werden

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Joe Masilotti hat in nur 14 Monaten den Mugshot Bot aufgebaut, skaliert und an uns verkauft! Wie es dazu kam aus meiner ganz persönlichen Perspektive, möchte ich hiermit mit Ihnen teilen.


Alles beginnt mit Rails


Ich arbeite schon seit 10 Jahren mit Ruby On Rails und bin auch der Maintainer von CanCanCan. Als ich meinen vorherigen Job kündigte, um von Java zu Ruby zu wechseln und gleichzeitig von Italien in die Schweiz zu ziehen, setzte ich alle meine Karten auf Rails.


Hier in der Schweiz 🇨🇭 begann ich bei der Renuo zu arbeiten, weil es eine Webagentur war, die sich hauptsächlich auf Ruby On Rails fokussierte. Ein paar Jahre später schon kaufte ich Anteile der Firma und wurde einer der drei Partner.


Bei der Renuo ist Rails das wichtigste Framework, das wir nutzen, um die Ideen unserer Kundschaft zum Leben zu erwecken.




Treffen mit Joe


Über die Jahre lernte ich als Rails-Entwickler natürlich den Hotwired Dev Newsletter von Joe Masilotti kennen und begann, ihm auf Twitter zu folgen.


Als grosser Fan von Hotwire begann ich auch mit der Erstellung des Turbo Showcases, in dem wir uns austauschen und alle möglichen Komponenten und Ideen sammeln – übrigens ist es Open-Source, Beiträge sind also willkommen!


So kannte ich den Mugshot Bot bereits, und als Joe beschloss, ihn zu verkaufen, nahm ich sofort Kontakt mit ihm auf.


Eine schnelle Entscheidung


Das Schöne daran, ein Unternehmen mit 20 Mitarbeitenden und nur drei Partnern zu sein, ist, dass man sehr schnell Entscheidungen treffen kann. Ich schrieb meine Partner sofort an und organisierte ein paar Tage später ein Treffen, um zu besprechen, ob wir Mugshot Bot übernehmen wollten. Ich schickte ihnen alle notwendigen Informationen: geschätzte Anzahl der Kund:innen, monatlicher Umsatz, geschätzter Preis auf Microacquire, Technologie-Stack. Jeder von uns musste sich wie folgt vorbereiten:


  • Jeder schaut sich das Tool detailliert an und erstellt eine Liste mit möglichen Fragen.
  • Jeder überlegt sich: «Wenn ich es kaufen würde, wie viel würde ich dafür bezahlen.»


Nach dem Treffen wussten wir:


  • Es ist ein tolles Tool und eine clevere Idee.
  • Unsere bestehende Kundschaft wird davon profitieren.
  • Es ist in Ruby On Rails geschrieben, so dass wir es leicht warten und verbessern können. Die Kosten des Unternehmens für die Anschaffung einer Ruby-On-Rails-Plattform liegen bei Null.
  • Wir haben noch nie ein SaaS erworben, also ist dies eine sehr gute Gelegenheit, etwas zu lernen.


Also beschlossen wir, Joe ein Angebot zu machen!


Das Angebot


Ich bereitete ein Angebot für Joe vor, das unserem «no bullshit»-Prinzip folgt, das uns immer bei der täglichen Arbeit bei der Renuo antreibt. Es bestand aus den folgenden Teilen:


  • Was wir anbieten: Der Preis. Gleich als erste Information. Das Wichtigste.
  • Warum wir kaufen wollen: Wir wissen, dass das eigene Produkt wie ein Baby ist, deshalb empfanden wir es für Joe wichtig zu wissen, warum wir die Plattform erwerben wollen.
  • Was ist unser Plan: Wie oben, unsere weiteren Pläne mit dem Tool.
  • Wer wir sind: Wer wir sind als Firma und was wir tun.


Wir haben auch einige Punkte hervorgehoben, die meiner Meinung nach wichtig sind:


  • 10 % unserer Einnahmen gehen an alle Mitarbeitenden.
  • 10 % unseres Gewinns gehen an Wohltätigkeitsorganisationen und Open Source.
  • Wir arbeiten und investieren täglich in Ruby On Rails und Open Source und sponsern verschiedene Projekte wie cancancan oder rubocop.


Der Verkauf


Joe nahm unser Angebot direkt an! Es war ein unglaublicher Tag, am selben Tag, an dem wir Mugshot Bot erwarben, wurde mein zweites Kind, Pietro, geboren! Was für ein Tag! 🤣




Nach nur nochmals wenigen Tagen hatten wir unseren Vertrag fertig, leisteten die Zahlung an Joe und begannen mit dem Eigentumsübergang.


Der Prozess verlief reibungslos, Joe agierte sehr professionell und war stets bereit, uns bei der Abwicklung zu helfen. Die gesamte Koordination erfolgte über ein einziges Google Drive-Dokument und ein paar Github-Issues.


Die Migration erfolgte in nur wenigen Tagen, und schon hatte Mugshot Bot eine neue Besitzerin!


Die Zukunft von Mugshot Bot


Was wird jetzt passieren? Wir haben bereits mit sehr einfachen Änderungen der Plattform begonnen, bei denen wir Referenzen, E-Mail-Adressen und Logos aktualisierten, um auf die Renuo zu verweisen.


Zudem haben wir uns auch um die Aktualisierung von Ruby, Rails und allen Abhängigkeiten auf die neuesten Versionen gekümmert. Das Projekt war bereits in einem sehr guten Zustand, so dass wir dafür nicht lange brauchten.


Jetzt planen wir auch, turbolinks durch turbo und webpacker durch esbuild zu ersetzen. 


Ausserdem haben wir bereits begonnen, unsere bestehenden Kontakte anzusprechen, um ihnen das Tool zu zeigen und Vorschläge zu machen, wie sie es nutzen können. Einige Beispiele?


E-Commerce: Wir glauben, dass eine E-Commerce-Plattform sehr davon profitiert, wenn sie umfangreiche Vorschauen ihrer Produkte, inklusive Preisen und Rabatten, teilen kann.


E-Learning: Den Kund:innen gefällt der Gedanke, dass wenn ein Angebot geteilt wird, der Kurs mit Titel, Beschreibung und Logo der Schule angezeigt wird.


Auktionshäuser: Wie wäre es, einen Artikel einer Auktion zu teilen und dieser mit einem schönen Bild, dem Startpreis und dem aktuellen Angebot ausgestattet wäre?


Und es gäbe auch noch Ideen zu Escape Rooms, Second-Hand-Läden, Zeitschriften ... Mal sehen, wohin uns das führen wird.


Wenn Sie Interesse an Mugshot Bot haben oder jemanden kennen, der das Tool ausprobieren sollte, melden Sie sich bei uns unter [email protected] oder vie Twitter @MugshotBot.

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